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News

  • Nach vorne denken

    Im Herbst 2021 erweitern wir erneut unseren umfangreichen Maschinenpark:
    Vertikalschleifmaschine Kehren Ri 6-4
    Anzahl Spindeln: 4
    Tisch Durchmesser: 600 mm
    Schleifdurchmesser: 1.225 mm
    Tisch Dauerbelastung: 2.000 kg
    Maschinengewicht: 17.000 kg

    Sichern Sie sich jetzt schon Kapazitäten.
    Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. 

  • 08. Februar 2021

    Wir freuen uns sehr, unsere neuen Kollegen begrüßen zu dürfen: Daniel Steeb (Vertrieb Sondermaschinen, Foto oben links), Martin Rietzschel (Arbeitsvorbereitung, Foto oben rechts), Stefan Schäfer (Montage, Foto unten links) und Axel Schöllhammer (Qualitätssicherung, Foto unten rechts).

  • 01. Februar 2021

    Ziegler+Schenk gehört zu den 100 innovativsten mittelständischen Unternehmen 2021. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und Anerkennung unserer Arbeit:

    Die Ziegler+Schenk GmbH & Co. KG hat das TOP 100-Siegel 2021 verliehen bekommen. Mit dieser Auszeichnung werden Unternehmen geehrt, die zuvor in einem strengen wissenschaftlichen Auswahlverfahren ihre Innovationskraft bewiesen haben.

  • 21. Dezember 2020

    Wir danken unseren treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und freuen uns mit ihnen über 180 Jahre fundiertes Fachwissen und Kompetenz.

    Mit herzlichen Glückwünschen für:

    Günter Wolf, 40 Jahre
    Doris Till, 40 Jahre
    Munj Singh, 35 Jahre
    Sven Kotzian, 30 Jahre
    Hans-Frieder Wahl, 20 Jahre
    Gerda Bausch, 15 Jahre

  • DIMARCON

    Wissen, was wir können
    Interview mit Christian Jaissle, Geschäftsführer von Ziegler + Schenk
    18. November 2020

    Ziegler + Schenk im schwäbischen Göppingen fertigt Sondermaschinen für die Montage, Zerspanung und Prüftechnik bis hin zu Transferlinien und Robotersystemen für die Montageautomation. Wie die Pandemie den Mittelständer zur Turbo-Entwicklung einer neuen Maschine motivierte und warum Zwillinge im Neukundengeschäft so begehrt sind, erzählt Geschäftsführer Christian Jaissle im Gespräch mit Daniel Rexhausen von DIMARCON.

    Daniel Rexhausen: Herzlich willkommen Herr Jaissle und vielen Dank für Ihre Bereitschaft, unsere Serie „Marktführerinterview“ um Erfahrungen aus Ihrem Unternehmen zu erweitern. Bevor wir loslegen, erklären Sie uns doch bitte kurz, in welchen Geschäftsbereich wir Ihr Unternehmen verorten können?

    Christian Jaissle: Da sind auf der einen Seite die Verfahren der Lohnfertigung mit hochgenauen Fertigungsmöglichkeiten in Klimatisieren Räumen und auf der anderen Seite der Sondermaschinenbau sowie hochflexible und kundenspezifische Automatisierungslösungen. Vor vier Jahren haben wir die beiden Traditionsbetriebe „Schenk Werkzeug- und Maschinenbau” und „Ziegler Produktionssysteme“ zu Ziegler + Schenk zusammengeführt.

    Daniel Rexhausen: Wie sehr hat die Pandemie in diesem Jahr denn Ihre Kunden getroffen?

    Christian Jaissle: Da haben wir tatsächlich große Unterschiede festgestellt, je nachdem ob wir über den Geschäftsbereich Lohnfertigung oder den Sondermaschinenbau reden. Im Geschäftsjahr 2019/20 hatten wir rund 70 Prozent unserer Aufträge im Segment Sondermaschinenbau, die übrigen 30 Prozent entfallen auf die Lohnarbeit. Dort mussten unsere Kunden Einbrüche um bis zu 75 Prozent ihrer Gesamtumsätze aus den beiden vorausgegangenen Geschäftsjahren aushalten. Der Sondermaschinenbau kam mit einem Rückgang von 25 Prozent vergleichsweise glimpflich davon. Die Marktsituation hat sich auf uns übertragen und unsere Umsätze in der Lohnfertigung sind stark zurück gegangen. Die Verluste konnten wir mit einem Plus im Sondermaschinenbau weitgehend kompensieren. Günstige Voraussetzungen dafür haben wir schon vor der Pandemie geschaffen. Der deutsche Maschinenbau ist 2019 in die Rezession gerutscht und musste einen Produktionsrückgang von über zwei Prozent verkraften. Darauf haben wir mit der Umstellung unseres Geschäftsmodells reagiert.

    Daniel Rexhausen: Wie haben Marketing und Vertrieb auf die angespannte Situation reagiert? Was haben sie getan, um ihr Geschäft zu stabilisieren oder vielleicht sogar auszubauen?

    Christian Jaissle: Wir haben sofort unsere Marketingaktivitäten erweitert. Neue Methoden der Marktbearbeitung wie der Zukauf von Adressen für die Telefonakquise im Haus oder der Pilotlauf mit einer digitalen Vertriebsplattform zur Zusammenführung von Einkäufern und Lohnfertigern europa- und weltweit. Wir investieren verstärkt in die Zielgruppenansprache. Unseren monatlichen Themennewsletter nutzen wir als Medium zur Leadgenerierung und Informationsvermittlung. Über die Unternehmensnews auf der Webseite kommunizieren wir regelmäßig und transparent relevante Aktivitäten unserer Geschäftsbereiche. Damit rücken wir uns bei der Zielgruppe ins rechte Licht. Top-Leitfrage unserer Marketingabteilung bei neuen Maßnahmen ist: „Wie schaffe ich es, bei meinen Einkäufern regelmäßig auf dem Tisch zur landen?“ Als Plattform für die punktgenaue Ansprache unserer Zielgruppe wird LinkedIn für uns immer wichtiger, weshalb wir auch hier Kampagnen zur Zielgruppenidentifizierung und -ansprache planen.

    Daniel Rexhausen: Teilen Sie uns Ihre Einschätzung mit, wann ist mit einer Rückkehr in den Normalmodus zu rechnen?

    Christian Jaissle: Wollte ich darauf zuverlässig antworten, müsste ich in diesem Augenblick eine Glaskugel vor mir stehen haben. Wir sehen aber jetzt schon, dass die Bestellflaute sich allmählich abschwächt und die Aufträge im Maschinenbau allgemein wieder an Fahrt gewinnen. Für uns bedeutet das konkret, das wir das kommende Jahr ganz und gar nicht abgeschrieben haben. Wir setzen darauf, dass wir spätestens in drei Jahren wieder beim Vorkrisenniveau angekommen sind.

    Daniel Rexhausen: Sie haben es bereits angedeutet, trotz Krise konnten Sie im Geschäftsbereich Sondermaschinenbau sogar aufholen, wie ist Ihnen das gelungen?

    Christian Jaissle: Wir haben mit dem ganzen Team Vollgas gegeben und uns nicht einschüchtern lassen, direkt zu Beginn der Pandemie. Plötzlich wurden überall Masken benötigt, die Maskenpflicht war absehbar. Was liegt einem Sondermaschinenbauer da näher, als eine Maschine für die Komplettproduktion von Mund- und Nasenschutzmasken zu bauen. Die Anlage sollte im Baukastensystem gefertigt werden. Sie sollte kompakt, flexibel, leicht bedienbar und kostengünstig sein. Die meisten Komponenten für eine solche Lösung hatten wir im Unternehmen lagern und unsere Schwesterfirma KMF steuerte mit ihrer langjährigen Expertise in der Nähautomation das Know-how bei. Also haben wir angepackt und das Gemeinschaftsprojekt im Turbo-Modus realisiert. Von der Idee bis zur Umsetzung sind nur zehn Wochen ins Land gezogen. Die Maschine schafft über 20.000 gebrauchsfertige Masken am Tag. Über Netzwerke und Pressemitteilungen war das Kundeninteresse schnell groß. Anfragen gab es sogar aus Zielgruppen weit weg von der Nähindustrie. Das hat uns neue Abschlüsse beschert und geholfen, die Kurzarbeit zu reduzieren.

    Daniel Rexhausen: Wie würden Sie ihre Fortschritte in Bereich der Digitalisierung in den vergangenen zwölf Monaten beschreiben und hat sich durch die Pandemie ihre Haltung zur Digitalisierung insgesamt verändert?

    Christian Jaissle: Den zweiten Teil Ihrer Frage, kann ich kompakt beantworten – nein, Corona hat unsere Haltung zu den digitalen Maßnahmen in Marketing und Vertrieb nicht wesentlich beeinflusst. Wir haben die Potentiale der Digitalisierung schon vorher erkannt, und haben uns zum Ziel gesetzt mit Marketing und Vertrieb sichtbar auf allen Kanälen zu sein. Da schlagen wir derzeit zu. Unsere operativen internen Prozesse planen und steuern wir über ein ERP-System.

    Daniel Rexhausen: Welchen Rat geben Sie Unternehmen, die mehr Neukunden gewinnen wollen mit auf den Weg?

    Christian Jaissle: Aktiv sein, fokussiert auf die Kernkompetenzen und bereit für Neues. Wir gehen unsere Neukundenansprache gezielt an. Weniger Fehler im Targeting und eine bessere Konversionsrate erzielen wir, indem wir die Doppelgänger unserer besten Kunden in öffentlichen Datensätzen identifizieren. Die Zwillingsanalyse hilft uns auch Kampagnenerfolge zu beeinflussen und Leads zu qualifizieren.

    Daniel Rexhausen: Würden Sie sich selbst als Marktführer beschreiben oder streben Sie die Marktführerschaft an?

    Christian Jaissle: Das ist nicht unser Ziel und auch nicht erreichbar. Mittelständische Lohnfertigung und reiner Sondermaschinenbau ist kein Marktsegment, das Markführerschaft hervorbringt. Wir wissen auch ohne Marktführerschaft was wir können, dies dürfen wir täglich unseren Kunden unter Beweis stellen.

    Zur Person: Christian Jaissle (34) ist seit Januar 2017 Geschäftsführer bei Ziegler + Schenk.

  • Herzlich willkommen im Team!

    Oktober 2020

    Wir begrüßen unsere neuen Mitarbeiter Werner Pandzich, Markus Dinges und Albert Kinderknecht und wünschen einen guten Start!
     
  • 25. September 2020

    Unser neues WERK 2 wird am 1. Oktober in Betrieb genommen, derzeit arbeiten wir auf Hochtouren daran. Hier einige Impressionen.

  • Neues Dreh-/Fräszentrum
    22. September 2020

    Trotz der Corona-Pandemie und der dadurch entstandenen wirtschaftlichen Folgen blicken wir positiv nach vorne. So freuen wir uns, dass wir Ihnen heute unser neues Dreh-/Fräszentrum INTEGREX 300-IV aus dem Hause Mazak vorstellen dürfen.

    Einen Überblick über unseren gesamten Maschinenpark finden Sie unter:
    www.ziegler-schenk.de/maschinenliste

  • September 2020
    Einweihung Werk 2

    Trotz der Corona-Pandemie und der dadurch entstandenen wirtschaftlichen Folgen blicken wir positiv nach vorne. So freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir derzeit den Bezug unseres WERK 2 vorbereiten.

  • Das Fachmagazin „Produktion - Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe

    06.07.2020
    Masken am laufenden Band

    LANDSBERG (SM).
    Wie kann ein so primitives Ding wie ein Virus unser ganzes Leben auf den Kopf stellen? Man glaubt es kaum, dass im Jahre 2020 nicht sofort ein Gegenmittel gefunden wird. Aber vielleicht hat das Virus auch sein Gutes, denn es lehrt uns, dass die Natur stärker ist als der Mensch. Ein Gegenmittel oder einen Impfstoff gibt es also wohl erst im nächsten Jahr. Und bis dahin werden wir uns wohl an einen neuen Alltag gewöhnen müssen. Das Motto: „Abstand halten und Maske tragen!“. Doch wie wirksam sind diese Gegenstrategien? Wie aggressiv das Virus bei seiner Verbreitung ist, zeigen verschiedene Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit: Wenn einer es hat, haben es im näheren Umfeld bald sehr viele. Selbst die Experten wissen nicht genau, wie groß der Abstand für eine effektive Prävention wirklich sein muss. Ähnliches gilt für die Masken zum Schutz von Mund und Nase: Manche Experten halten diese für die Rettung schlechthin, während andere den Sinn und Nutzen anzweifeln. Aber es gibt Indizien, dass der Mund-Nase- Schutz äußerst wirksam ist: Es ist auffällig, dass Länder wie Südkorea oder Japan kaum Probleme mit Corona haben. Und wer je durch die Straßen von Tokio oder Seoul gelaufen ist, der weiß: Das Tragen von Atemschutzmasken ist dort seit Jahren weit verbreitet. Das deutet auf die Wirksamkeit dieser Masken hin.

    Schutzmasken werden uns sicher noch dieses Jahr und wohl auch im nächsten Jahr begleiten. Kurz nach der Einführung der Maskenpflicht gab es noch Engpässe und die Masken waren sehr teuer. Das hat sich mittlerweile geändert und es gibt ausreichend Schutzmasken zu vernünftigen Preisen. Das ist auch ein Verdienst von zupackenden Machern. Einer davon sind Christian Jaissle, Geschäftsführer des Sondermaschinenherstellers Ziegler+ Schenk mit Sitz in Göppingen, Baden-Württemberg, und sein Team. Das Unternehmen beliefert normalerweise diverse Industriezweige mit CNC-Fertigungsteilen und Sondermaschinen mit unterschiedlichsten Automatisierungsstufen. Da dieser Bereich der Fertigungsteile und der Maschinenbausektor bereits vor Beginn der Corona-Krise rückläufig waren, wurden ohnehin zusätzliche Geschäftsmodelle gesucht. „Wir haben uns entschieden, Maschinen zur Herstellung von Mund- & Nasenmasken zu konzipieren. Der Prozess von den ersten Ideen bis zum fertigen Prototypen dauerte acht Wochen“, berichtet Christian Jaissle. Weil das Unternehmen bereits über 50 Jahre Erfahrung im Sondermaschinenbau hat, konnten die Entwickler auf einige bereits bekannte Prozesse zurückgreifen und mussten das Rad somit nicht neu erfinden. Dennoch war die Konstruktion durchaus eine technische Herausforderung, denn Teile der Konstruktion mussten völlig neu erdacht werden.

    Der Aufwand hat sich gelohnt: „Aktuell fertigt unsere Maschine rund 15 Masken in der Minute und über 20 000 am Tag. Wir arbeiten jedoch daran, sie weiterzuentwickeln und die Kapazität auf 30 bis 60 Masken pro Minute zu steigern“, so Christian Jaissle. Bei der Entwicklung haben er und sein Team bewusst auf eine einfache Funktionsweise gesetzt. Der einzige händische Schritt ist das Einlegen und Auswechseln der Stoffspulen. Verwendet werden dabei Spulen mit rund 1 500 Meter Stoff. „Die meisten Hersteller werden wohl Baumwolle oder Baumwoll-Gemische für die Herstellung von Masken nutzen. Unsere Maschinen können aber auch andere Materialien vernähen. Sollten Hersteller lizenzierte Stoffe verwenden, können sie die mit unseren Maschinen hergestellten Masken sogar als medizinische Produkte lizenzieren lassen“, berichtet Christian Jaissle. Mit der Nachfrage nach den neuen Maschinen ist Christian Jaissle äußerst zufrieden. So konnten bereits einige Maschinen verkauft werden, und mit vielen Firmen führt man konkrete Gespräche. „Die meisten dieser Unternehmen sitzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es hat uns sogar schon eine Anfrage aus Brasilien erreicht“, gibt sich Christian Jaissle höchst zufrieden. Auch er geht davon aus, dass uns die Masken auch noch nächstes Jahr begleiten werden und das Geschäftsmodell damit langfristig lohnenswert bleibt: „Durchaus denkbar, dass die Masken bald zu einem neuen Werbeartikel werden. Neben Kugelschreibern, USB-Sticks und Tassen könnten Firmen in Zukunft Masken mit ihrem Logo verteilen“.

    So arbeitet die Maschine Auf den Maschinen von Ziegler+ Schenk lassen sich Masken in mehreren Breiten von 160 bis 200 mm herstellen. Außerdem kann das Faltmuster variiert und etwa zwischen einer drei- oder viermaligen Ablage gewählt werden. Dabei gibt es unterschiedliche Herangehensweisen bei der Fertigung der Masken. Während beispielsweise viele Hersteller ihre Produkte mit Ultraschall schweißen, hat sich Ziegler+Schenk für einen Nähvorgang entschieden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Masken bei der Verarbeitung heiß zu schneiden. Dadurch entfällt das seitliche Umnähen des Stoffes, der dann dank der Hitzebehandlung nicht ausfranst.

  • Aktuelles Interview in der „TextilWirtschaft”:

    "Die Masken werden uns dieses und nächstes Jahrbegleiten"
    Von Leonie Christians
    Mittwoch, 06. Mai 2020

    20.000 Masken am Tag. Der Sondermaschinen-Hersteller Ziegler+Schenk beliefert normalerweise die Automobilindustrie, hat nun jedoch eine Maschine für die Fertigung von Behelfsmasken konzipiert. Die ersten Käufe sind abgewickelt, die Nachfrage ist groß. Nun arbeiten die Göppingener bereits an einem Upgrade für das neue Gerät und stehen mit der Regierung bezüglich Fördergelder in Kontakt. Ein Gespräch mit Geschüftsführer Christian Jaissle.

    TW: Herr Jaissle, Sie bieten seit Kurzem vollautomatische Maschinen für die Herstellung von Mund-Nase-Masken an. Wie kam es dazu?
    Christian Jaissle: Wir beliefern normalerweise vorrangig die Automobilindustrie, allerdings ist dieser Bereich und der Maschinenbausektor allgemein aktuell rückläufig. Daher haben wir nach einer Lösung gesucht und uns entschieden, Maschinen zur Herstellung von Masken zu konzipieren. Der Prozess von den ersten Ideen bis zum fertigen Prototypen dauerte acht Wochen. Ein Gemeinschaftsprojekt mit unserem Schwesterunternehmen KMF.

    Mussten Sie bei Null beginnen?
    Wir kommen aus dem Sondermaschinenbau, KMF ist auf Nähautomationen spezialisiert. Gemeinsam haben wir über 50 Jahre Erfahrung und konnten beider Entwicklung auf einige bereits bekannte Prozesse zurückgreifen, mussten jedoch Teile der Konstruktion auch vollkommen neu denken.

    Wie arbeitet Ihre Maschine?
    Unsere Kunden können Masken in mehreren Breiten von 160 bis 200mm herstellen, also sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Außerdem kann das Faltmuster variiert und etwa zwischen einer drei- oder viermaligen Ablage gewählt werden. Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen bei der Fertigung von Behelfsmasken. Während beispielsweise viele Hersteller ihre Produkte mit Ultraschall schweißen, haben wir uns für einen Nähvorgang entschieden, da hier unsere Stärken liegen. Allerdings gibt es bei unserer Konstruktion die Möglichkeit, die Mund-Nase-Masken bei der Verarbeitung heiß zu schneiden. Dadurch entfällt das seitliche Umnähen des Stoffes, der dank der Behandlung mit Hitze nicht ausfranst.

    Der gesamte Prozess läuft vollautomatisch ab?
    Genau, denn wir haben bei der Entwicklung bewusst auf eine einfache Funktionsweise gesetzt. Der einzige händische Schritt ist das Einlegen und Auswechseln der Stoffspulen. Verwendet werden Spulen mit rund 1500m Stoff. Die meisten Unternehmen werden wohl Baumwolle oder Baumwoll-Gemische für die Herstellung von Masken nutzen. Allerdings können unsere Maschinen unterschiedlichste Materialien verarbeiten. Und sollten Hersteller lizensierte Stoffe verwenden, können sie die mit unseren Geräten hergestellten Masken auch als medizinische Produkte lizenzieren lassen.

    Auf welche Kosten und Lieferzeiten muss ich mich einstellen, wenn ich eine Maschine bei Ihnen bestelle?
    Pro Gerät fallen mindestens Kosten von 100.000 Euro an, je nach Ausführung etwas mehr. Die aktuelle Lieferzeit beläuft sich auf sechs bis acht Wochen. Wir bieten auf Wunsch auch einen Full Service mit Aufbau und Inbetriebnahme an.

    Sind Sie mit der Nachfrage zufrieden?
    Ja, sehr. Wir haben bereits für drei Maschinen einen Kauf abschließen können und sind mit vielen Firmen im Gespräch. Die meisten sind in Deutschland ansässig oder kommen aus Österreich sowie der Schweiz, doch uns hat auch schon eine Anfrage aus Brasilien erreicht. Das Thema macht gerade die Runde. Einige der Interessenten stammen auch aus der Mode- und Textilbranche. Unternehmen, die bereits Erfahrung mit Nähprozessen haben, müssen ihre Mitarbeiter für die Produktion mit unseren Maschinen nicht schulen. Auch sonst gibt es keine speziellen technischen Voraussetzungen, um den Prozess zu implementieren.

    Welche Stückzahl können Unternehmen produzieren?
    Aktuell fertigt unsere Maschine rund 15 Masken in der Minute und über 20.000 am Tag. Wir arbeiten jedoch daran, sie weiterzuentwickeln und die Kapazität auf 30 bis 60 Masken pro Minute zu steigern. Die Regierung hat Fördermittel angekündigt, um die Produktion von Behelfsmasken und Schutzausrüstungen in Deutschland zu fördern. Haben Sie solche Mittel beantragt? Wir stehen aktuell im Austausch mit der Regierung und haben vor, einen Antrag zu stellen, wenn dies möglich ist. Sicher ist das nämlich noch nicht. Auch die Höhe der Summe, die uns gegebenenfalls zustehen würde, kann ich noch nicht absehen.

    Sehen Sie in Masken ein langfristig lohnenswertes Geschäftsmodell?
    Ich hoffe es. Und ich gehe davon aus, dass uns das Thema Masken noch dieses und nächstes Jahr begleiten wird. Durchaus denkbar, dass sie künftig auch zu einem neuen Werbeartikel werden. Neben Kugelschreibern, USB-Sticks und Tassen könnten Firmen Masken mit ihrem Logo verteilen.

  • Das Fachmagazin „textile network" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe:

    06.05.20
    Mut machen trotz düsteren Zeiten

    Corona-Krise: Neuer MNS-Automat weckt Interesse bis nach Brasilien

    Von Hans-Werner
    Oertel Ziegler + Schenk GmbH & Co. KG, Göppingen: Sondermaschinen-Hersteller schließt Angebotslücke im Textilmaschinenmarkt.

    Die sprichwörtliche Clerverness des Mittelstandes in Baden-Württemberg kennt keine (Corona-)Pause. Ein jüngster Beweis dafür kommt von der auf Sondermaschinen und Nähtechnik fokussierten Gansler-Gruppe aus Göppingen. Zwei Schwesterfirmen (Ziegler + Schenk in Göppingen/KFM Maschinenbau aus Schwäbisch Gmünd) nahmen die Pandemie zum Anlass und entwickelten in wenigen Wochen eine Fertigungsanlage zur automatisierten Produktion von nicht zertifiziertem Mund-Nase-Schutz (MNS). Erste Kundenbestellungen für die Nähtechnik gibt es bereits!

    Ziegler + Schenk Geschäftsführer Christian Jaissle zu Beginn der siebten Lockdown-Woche in Deutschland:

    „Mit Stand heute haben wir drei Maschinen vom Typ KFM 2020-1 verkauft.“

    Vertrieb und Marketing hätten es in kurzer Zeit über Netzwerke und Presseveröffentlichungen geschafft, zudem eine Welle von Interessensbekundungen selbst aus solchen Zielgruppen auszulösen, die man nicht unbedingt mit Masken-Nähen in Verbindung bringen würde. Aus Österreich und selbst aus Brasilien habe es Anfragen gegeben, so Jaissle. Neben Textilern hätten auch Maschinenbaufirmen sowie Lackier- und Isoliertechniker Interesse an der Neuheit bekundet.

    Von der Rollenware zum fertigen Mund-Nasenschutz

    Unter dem Motto „Von der Rollenware zum fertigen Mund-Nasenschutz“ lassen sich auf der modularen Fertigungstechnik bei dreischichtiger Auslastung bis zu 21.000 Community-Masken herstellen; in vier Sekunden eine. Verschiedene Maskengrößen, Stoffqualitäten und unterschiedlich lange Kopfbänder, die auch mit Werbebotschaften oder Firmenlogos bedruckt werden können, sind möglich.

    Parallel zum Produktionsstart für die ersten Maschinen macht sich das Entwicklerteam bereits Gedanken, die Technik in Richtung neuer Maskentypen und -klassen weiterzuentwickeln. Dabei kommt der Expertise von KFM besondere Bedeutung zu. Das Unternehmen fertigt seit Jahren u. a. mit Blick auf Automotive bzw. die Polster- und Bekleidungsindustrie sowie auf technische Textilien Nähroboter und industrielle Nähautomaten.

  • Die SÜDWEST PRESSE berichtet am 24. April 2020 über unsere neue Maschine zur Produktion von Mund-Nasenschutz

    Nun hat auch Baden-Württemberg eine Maskenpflicht. Der Bedarf am Mund-Nasenschutz wächst und mit ihm auch der Ruf nach einer vom Ausland unabhängigen Produktion der Textilteile im Land. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat eine Förderung in Aussicht gestellt. Wer allerdings so lange wartet, hat das Geschäft womöglich schon halb verpasst. Anders die Göppinger Firma Ziegler und Schenk. Zusammen mit der Schwesterfirma KMF in Schwäbisch Gmünd haben die zur Göppinger Gansler-Gruppe gehörenden Unternehmen daher eine Maschine auf den Markt gebracht, mit welcher Firmen sofort in die Maskenproduktion einsteigen können.

    Maschine zur Produktion von Corona-Masken
    „Mit vier Kunden stehen wir kurz vor dem Abschluss eines Kaufs“, berichtet Ziegler und Schenk-Geschäftsführer Christian Jaissle einen Tag bevor die Entscheidung zur Maskenpflicht in Baden-Württemberg fällt. Besonders erfreulich: Alle vier befinden sich in der Region, „im Umkreis von rund 100 Kilometern“. Namen möchte Jaissle nicht nennen, doch auch die bisherigen Geschäftsfelder der angehenden Kunden sind interessant. Zwei seien bereits im Bereich „Textil“ beheimatet. Doch die beiden anderen ernsthaften Interessenten sind Quereinsteiger bei der Maskenproduktion. Nach einem Kauf wird die Maschine sofort in Göppingen gebaut, notfalls werde der Bedarf mit Sonderschichten abgedeckt. Dass auch fachfremde Firmen Produzenten werden könne, ist möglich, da die Maskenmaschine aus Göppingen so konstruiert ist, dass damit die Komplettproduktion der Textilteile erfolgen kann. Bis zu 21 600 Masken können damit pro Tag hergestellt werden.

    Nähaggregate für die Autoproduktion
    Doch wie war es für die Göppinger möglich, in so kurzer Zeit eine solche Maschine auf den Markt zu bringen? Die Anlage zur Produktion von Masken sei zwar neu im Angebot, die Thematik sowohl für Ziegler und Schenk als auch KMF jedoch nicht ganz fremd, gesteht Geschäftsführer Jaissle. Grundlegender Erfolgsfaktor sei die Kooperation der beiden Schwesterfirmen gewesen, die Bündelung der Kompetenzen.
    Während die 2016 aus der Fusion der „Schenk Werkzeug- und Maschinenbau GmbH & Co. KG“ mit der „Ziegler Produktionssysteme GmbH & Co.KG“ entstandene „Ziegler+Schenk GmbH & Co. KG“ ihre Erfahrung im Bereich der Fertigung und Montage im Sondermaschinenbau einbrachte, kam bei der Gmünder KMF das Wissen bei der Herstellung von Nähaggregaten für die Automobilindustrie zum Tragen.

    Maschinenbau und Autoindustrie schwächeln
    Da sowohl der Maschinenbau als auch die Autobauer bereits vor der Corona-Krise etwas schwächelten, sei die Entscheidung zur Entwickklung einer Produktionsanlage für Masken schnell nach Erkenntnis eines Maskenmangels im Land gefallen, berichtet Jaissle. Bis dato hatte Ziegler und Schenk mit seinen rund 80 Mitarbeitern auf 6000 Quadratmetern in der Göppinger Jahnstraße beispielsweise Montagemaschinen für Einkaufswagen oder Prüftechnikanlagen für Automobilhersteller produziert.

    Schnelle Herstellung von Alltagsmasken
    Bei der Entwicklung der ersten Maschine scheinen die Entscheidungsträger in Göppingen und Schwäbisch Gmünd ebenfalls den richtigen Riecher gehabt zu haben: Hergestellt werden können mit ihr die Alltagsmasken, bei denen der Bedarf derzeit besonders groß ist. Ziel sei nun, die Weiterentwicklung der Maschine, mit denen Kunden in Zukunft auch Masken anderer Art und Klassen produzieren könnten, plant Jaissle bereits weiter.

    Christian Jaissle, Geschäftsführer von Ziegler und Schenk, präsentiert eine von 21 600 Masken, die die Maschine pro Tag herstellen kann.
    © Foto: Giacinto Carlucci

  • 30. Januar 2020
    Erfolgreicher Lehrabschluss

    Einen herzlichen Glückwunsch an Lukas Bauer. Lukas Bauer hat bei uns seine Ausbildung zum Industriemechaniker erfolgreich abgeschlossen. Wir freuen uns, dass wir ihn übernehmen konnten, er wird zukünftig unser Team als Monteur bereichern. 

  • 03. Dezember 2019
    Neues Fräs-/Drehzentrum

    Wir haben unser umfangreiches Maschinenportfolio um ein Fräs-/Drehzentrum erweitert: DMC 125 FD mit 5-fach Palettenpool, Arbeitsraum 1250x880x880mm, Drehbearbeitung bis 1100mm. Mit dieser neuen Maschine können wir nicht nur 5-Achs-Fräsen, sondern auch Fräs-Drehbearbeitungen in einer Spannung abbilden. Bitte ersehen Sie zu unserem gesamten Maschinenpark unsere aktuelle Maschinenliste.

  • 10. Juli 2019
    AOK Firmenlauf in Göppingen
    Wir waren dabei! 

    Unter 1.380 Läufern liefen die Z+S-Mitarbeiter dreimal unter den ersten 50 und dreimal unter den ersten 100 durchs Ziel.